v.l.: Lukas Wahlbrink, Manuel Mayer, Nico Arnegger, Florian Henne, Marius Müller und Jannick Schmid 

Die Saison 21/22 wird für die 1.Herrenmannschaft so oder so eine ganz Besondere. Erstmals in der Vereinsgeschichte startet eine Herrenmannschaft in der Verbandsliga. Ein langer Weg liegt hinter der Truppe, bis es endlich so weit war, in die höhere Liga aufzusteigen. Durchhaltevermögen, aber am Ende auch mit etwas Glück verschaffte es nicht nur der Mannschaft sondern dem Verein ein besonderes Momentum.

Rückblick: In der Saison 19/20 zeigte die Mannschaft in der Landesliga eine außergewöhnliche Leistung, überzeugte die Fans mit begeisternden Spielen und lag 5 Spieltage vor Schluss auf Platz 3 mit 22:8 Punkten. Der Zweitplatziere hatte zwei Spiele mehr mit 24:10 Punkten auf seinem Konto, nun passierte das bis dahin Undenkbare. Die Saison wurde wegen der Corona-Pandemie abgebrochen. Und während andere Sportarten in der Aufstiegsfrage einen anderen Weg festlegten, entschied sich der Verband des TTVWH, dass die Tabelle mit dem aktuellen Tabellenstand gewertet wird. So stieg das vor der SGA direkt platzierte Team in die höhere Liga auf, während unser Team in der Landesliga verblieb, obwohl man nach Minuspunkten besser lag, der Gegner aber zwei Spiele mehr absolviert hatte. Ungerecht behandelt gefühlt beschritt man wie wenige andere Vereine sogar den Rechtsweg, brach diesen dann aber ab, um die nächste Saison unbelastet angehen zu können.

 

Ironie des Schicksals war dann, dass der deutsche Tischtennisbund nun die Statuten für solche unvorhergesehenen Ereignisse regelte und dabei genau den Weg wählte, welchen auch die SGA für den Richtigen hielt und diese als den Aufsteiger gesehen hätte. Auf die Saison 20/21 bereitete sich man zwar gewissenhaft vor, jedoch war natürlich die Unsicherheit in der Coronalage immer noch groß. Die Mannschaft fand am Anfang kein Erfolgsrezept, die Gegner hatten sich teilweise auch enorm verstärkt und so lag man nach 4 Spieltage mit 2:6 Punkten auf Platz 8, kämpfte eher um den Verbleib in der Landesliga, als die Saison zunächst unterbrochen, dann ohne Wertung abgebrochen wurde.

Und so richtete man sich auf die 6.Saison in der Landesliga ein, als den Verein die frohe Kunde erreichte, die Möglichkeit des Aufstiegs zu bekommen. Durch die anhaltende Corona-Pandemie hatten viele Vereine große Probleme, ein schlagkräftiges Team ins Rennen zu schicken, insbesondere mit den ausländischen Spitzenspielern beim Einreisen nach Deutschland und so zogen einige Mannschaften ihr Team zurück. Die SGA nützte diese Gelegenheit und konnte so ihr Ziel Verbandsliga erreichen.

Mit großer Vorfreude in Anbetracht des steinigen Weges will die unverändert startende Mannschaft als krasser Außenseiter den eigenen Fans mit mutigen Auftritten spannende und interessante Spiele zeigen, wohl wissend, dass alles andere als den Kampf um den Klassenerhalt unrealistisch wäre.

Das Team startet mit Lukas Wahlbrink als Spitzenspieler auf Position eins. Er will sich gegen die teilweise deutlich höher eingestuften Gegner bestmöglich verkaufen und das Team puschen. Nico Arnegger auf Platz 2 glänzt durch enormen Ehrgeiz und wird sicherlich alles versuchen, Lukas in Nichts nachzustehen, auch wenn die Trauben hoch hängen. In der Mitte versuchen Mannschaftsführer Florian Henne und Jannick Schmid dem Team Rückendeckung zu geben, wenn auch hier viel Mut und eine gute Form notwendig sein dürften, um zu Punkte zu kommen. Manuel Mayer will mit Power-Tischtennis für positive Emotionen sorgen, und Marius Müller über den Kampf ins Spiel kommen, um die Gegner zu fordern. Die Favoriten dürften insbesondere aus Ulm, Böblingen oder Reutlingen kommen.

Es spielen: 1. Lukas Wahlbrink, 2. Nico Arnegger, 3. Florian Henne, 4. Jannick Schmid, 5. Manuel Mayer, 6. Marius Müller