Der neue Plastikball – und seine Folgen ! Teil 3

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Eilmeldung: Neue Tische wegen des Plastikballs nötig ?!?!

Wer sich keine neuen Tische zulegen will, kann die alten auch mit einem Speziallack behandeln (©Fabig)

01.04.2014 – Der Tag der Plastikballeinführung naht mit großen Schritten und langsam konkretisieren sich die Konsequenzen, die mit dem Balltausch einhergehen werden. Wie die ITTF heute mitteilte, rückt man jetzt den Tischen zu Leibe, um die Unterschiede im Verhalten der beiden Bälle möglichst gering zu halten. Wenn der Plastikball im Juli eingeführt wird, werden daher auch neue Tische mit einer speziellen Oberfläche nötig.

Wird der Plastikball das Tischtennisspiel grundlegend verändern oder bleibt im Großen und Ganzen alles so wie gehabt? Diese Frage beschäftigt viele Tischtennisspieler, seit der Balltausch im März 2012 endgültig beschlossen wurde. Die Bemühungen des Weltverbands und der Hersteller laufen seitdem auf Hochtouren, um das Verhalten des Plastikballs so nah wie möglich an das des Zelluloidballs anzupassen. Wie das Materialkomitee des Weltverbands ITTF in einer Sitzung im Rahmen der German Open am Wochenende berichtete, seien die Möglichkeiten am Ball selbst nun allerdings vollständig ausgeschöpft. Daher habe man sich in den vergangenen Monaten den Tischen selbst gewidmet und bahnbrechende Erfolge erzielt. 

 

Da der Plastikball im Vergleich zu seinem Zelluloidkollegen einen höheren Reibungskoeffizenten und damit einen höheren Widerstand auf dem Tisch hat, gibt er bereits beim Auftreffen auf dem Tisch sehr viel Rotation ab, so dass weniger Effet am Schläger ankommt. Dies stimmt mit den Berichten und Eindrücken verschiedener Plastikballtester in den vergangenen Monaten überein, die kritisierten, dass der Sport mit dem Spin ein wichtiges Charakteristikum verliere. Der Weltverband, der bemüht ist, die Umstellung der Spieler so gering wie möglich zu halten, hat sich deshalb dazu entschlossen, mit der Einführung des Plastikballs im Juli auch auf neue Tische zu setzen. Damit müssen sich auch die Spieler und Vereine hierzulande auf eine neue Spielfläche einstellen.

 

Aber keine Angst! Das bedeutet noch nicht, dass man sich nun bis Juli um neue Tische kümmern müsste. Um einen Aufschrei aus der Tischtennisgemeinde im Keim zu ersticken, bietet die ITTF eine preiswerte Alternativlösung an, die ebenso im normalen Spielbetrieb zugelassen ist. Die Tische können so auch mit einem Speziallack behandelt werden, der die Reibung zwischen Ball und Tisch geringer hält und damit verursacht, dass der Plastikball weniger Rotation an den Tisch abgibt. „Uns ist bewusst, dass wir damit vor allem auch die Hersteller vor eine große Herausforderung stellen“, sagte der ITTF-Verantwortliche Erik Björnsdotter. „Der Zeitdruck ist enorm, aber wir arbeiten gerade mit Hochdruck daran, gemeinsam mit den Produzenten einen Speziallack herzustellen, der die Vorgaben erfüllt. Es wird ein Wettlauf mit der Zeit, aber wir sind sehr zuversichtlich. Die Hauptsache ist, dass sich das Spiel so wenig wie möglich verändert.“

 

Der DTTB hat sich noch nicht dazu geäußert, ab wann der neue Tisch auch für die unteren deutschen Ligen verpflichtend wird. Es ist allerdings davon auszugehen, dass damit ähnlich umgegangen wird wie mit dem Plastikball selbst.